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Schon seit jeher ist die heutige Bundesstrasse 1 als Haupthandelsweg bekannt. Damals, als das Reisen noch beschwerlich war, wurden von den Salzburger Bischöfen an schwierigen Wegpassagen sogenannte Vorspannstationen eingerichtet, deren Zweck es war, den Kaufleuten mit Ihren Fuhren bei der Bewältigung von Steigungen und Flussquerungen zu helfen. So auch hier am Eugenbach. Diese hieß damals – noch in der Zeit vor der Lautverschiebung – die „Taferne am Gachsteig", also am gachen Steig oder steilen Weg. Daraus wurde der heutige Gastagwirt.
Schon 1380 wurde uns das „unwiderrufliche, unabthingbare und für immer vererbliche Schankrecht" mit Brief und Siegel verliehen. Eine Geschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit, von der vieles überliefert wurde, vieles leider auch nicht.
Seit 1516, mit den ersten Besitzern Hans und Ursula Gschirr, lässt sich die Geschichte schon genauer dokumentieren. Seither wurde der Gastagwirt immer nur durch Heirat weitergegeben. Viele Generationen haben seither am Erfolg unseres Gasthauses gearbeitet, in guten, aber auch in schlechten Zeiten, in Hungersnöten und Kriegsjahren. Manche waren auch weniger erfolgreich, wie z.B. ein Simon Gmachl vor ca. 200 Jahren, der in einer Nacht beim Kartenspiel das Anwesen halbierte. Sein Bild hängt nun in der Stube und dort ist auch das Kartenspiel nicht mehr gerne gesehen.
Unsere Vorfahren zu Beginn des 20igsten Jahrhunderts hießen Karl. Drei Generationen Anton Karl werden in der Chronik als Gastagwirte genannt. Die Witwe des dritten Anton Karl – der leider viel zu früh verstarb – ist die heutige Seniorchefin des Hauses, Franziska Kaufmann. Nunmehr verheiratet mit Matthias Kaufmann.
Deren Tochter Anneliese und Ihr Mann Fritz Maislanger arbeiten nun daran – wie viele Generationen vor Ihnen – die Jahrhunderte alte Tradition des Gastagwirtes fortzuführen und seinen angestammten Platz an diesem uralten, aber mehr denn je frequentierten Handels- und Reiseweg mit Leben und gutem Geschäft zu erfüllen. Und so Gott will an eines der drei Kinder in der nächsten Generation weiterzugeben. |